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Präsentation: Die Zukunft des Handels

Hier ist eine sehenswerte Präsentation über die Zukunft des Commerce von @gregfromparis. Die Präsentation erklärt gut die Auswirkungen neuer digitaler Technologien auf den Handel und unser Konsumverhalten.
Alle Trends (Multichannel, Social, Local, Mobile) sind enthalten und werden recht kritisch (bzw. realistisch) beleuchtet. Definitiv eine der umfassenderen Präsentationen zu dem Thema.
PS: Schön sind auch die Fotos, die den Autor in verschiedenen – zur Folie passenden – Posen zeigen.

Performance Marketing – Key Learnings von Rocket Internet

Lars Hinrichs hat während eines Vortrags von Florian Heinemann ein Foto der Key Learnings der Performance Marketing Aktivitäten von Rocket Internet gemacht. Die Erkenntnisse sind nicht bahnbrechend, aber doch interessant. Schließlich fährt Rocket eine recht aggressive Marketing-Strategie. Während der allgemeine Markttrend – insbesondere im Versandhandel – von Offline (wie z.B. Print) hin zu Online Maßnahmen geht, marschiert Rocket, mit z.B. Zalando, genau in die andere Richtung.

Die Quintessenz steht im Action Title: Skalieren kann man nur wenn man nicht nur auf “Search” (damit ist wohl SEM gemeint) baut, sondern weitere Marketing-Kanäle erschließt. Profitabel wird man aber erst wenn die Kunden wieder kommen. Das ist naheliegend, da wiederkehrende Kunden geringe Akquisekosten haben.

Generell sehen wir viel Bekanntes:

  • SEO ist günstig und schwer kurzfristig zu kopieren
  • SEA ist mittlerweile Commodity, aber weiterhin eine verlässliche Traffic-Quelle; außerdem ist SEA ein guter Benchmark für die Conversion Optimierung
  • TV ist ungeschlagen für Reichweite und “Impact”
  • Display ist zwar schwierig aber sehr gut skalierbar und schwierig für die Konkurrenz zu kopieren
  • Wiederkehrende Nutzer sind der Schlüssel zur Profitabilität
  • Steuerung nach Customer Lifetime Value ist wichtiger als nach Cost Per Order (was eine entsprechende Business Intelligence Infrastruktur voraussetzt)
  • Steuerung auf Detailebene und nicht auf “Durchschnitt”

Insbesondere die letzten zwei Punkte werden unserer Meinung nach ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor werden. Eine gute zahlengetriebene Marketing-Steuerung braucht eine gut durchdachte BI-Infrastruktur. Außerdem müssen die Prozesse so effizient und automatisiert sein, dass die wichtigen Erkenntnisse – eben die Abweichungen vom Durchschnitt – schnell erkannt werden und semi-automatisch nachgesteuert werden kann.

Customer Journey als ein zentrales (Hype-)Thema vermisse ich in der Auflistung noch. Insbesondere bei der Verknüpfung von Online und Offline Kanälen und für die Skalierung von Display kann eine Customer Journey Betrachtung einen guten Einblick in die Verhaltensweise und die Klickpfade der Nutzer geben. Durch eine wirkungsgerechte Attribution von Umsätzen bzw. Deckungsbeiträgen auf die einzelnen Kontaktpunkte bzw. Kanäle kann außerdem die Marketing-Effizienz stark gesteigert werden.

Das Rocket sich intensiv mit dem Thema Customer Journey beschäftigt ist nicht erst seit dem Vortrag von Florian Heinemann auf der Next bekannt. Wer den Vortrag noch nicht kennt, unbedingt ansehen.

Einblick in das Multi-Channel Marketing von Rocket Internet

Absolut sehenswerter Vortrag von Florian Heinemann zur Sales- und Marketing-Steuerung über mehrere Kanäle (Multi-Channel Marketing) bei Rocket Internet.

In seinem Vortrag gibt er einen guten Einblick in die Denke und die Strukturen von Rocket Internet. Erwähnenswert ist insbesondere die fehlende Budget-Denke. Stattdessen liegt der Fokus darauf: Wieviel darf ein Nutzer/Kunde kosten? Bis zu dem Kostensatz wird entsprechend skaliert.

Außerdem wird auch die Customer Journey – im Gegensatz zu einer reinen Last-Klick Betrachtung – als Steuerungsgröße einbezogen, wodurch Umsätze (bzw. Deckungsbeiträge) wirkungsgerechter attribuiert werden können.